Neue Erkenntnisse über Vitamin K2 (Menachinon)

 

Vitamin K2 ist eines der interessantesten Vitamine mit vielen Eigenschaften, die erst in den letzten Jahren so richtig wissenschaftlich erforscht wurden.

 

Genauso wie das Vitamin K1 (Phyllochinon) aktiviert Vitamin K2 (Menachinon) in der Leber Gerinnungsproteine. Vitamin K1 mehr und Vitamin K2 weniger. Auch, wenn Vitamin K2 überdosiert wird, werden diese nicht weiter vermehrt, sodass es bei Überdosierungen von Vitamin K2 keine Nebenwirkungen in Bezug auf ein erhöhtes Thromboserisiko gibt und man deshalb die anderen Vitamin-K2-Eigenschaften voll ausnutzen kann.

 

Osteoporose (Knochenentkalkung):

Bei einer Osteoporoseerkrankung entkalkt der Knochen und es befindet sich mehr Kalzium im Blut. Was passiert: Der Körper weiß nicht wohin mit seinem Kalzium, weil der Wegweiser dazu fehlt und im schlimmsten Falle lagert sich dieses Kalzium dann in den Arterien und in den Nieren ab. Nach neueren Studien stellte man fest, dass dieser Wegweiser das Vitamin K2 ist. Es entfernt das überschüssige Kalzium aus dem Blut und lagert es wieder in die Knochen ein. Auch werden dadurch die Arterien und die Nieren wieder von ihrer Kalkbelastung befreit. Außerdem bremst Vitamin K2 die Aktivität und Sekretion des Parathormons (Nebenschilddrüsenhormon), das das Kalzium aus den Knochen herauslöst.


 

Arteriosklerose (Adernverkalkung): Vitamin K2 aktiviert das Matrix-Gla-Protein (MGP). Es befreit überschüssiges Kalzium, das zu Plaque-Ablagerungen in den Adern führen kann, aus den Gefäßwänden. Die 'Rotterdam-Herz-Studie' belegt, dass durch Vitamin-K2-Einnahme das Herzinfarktrisiko (durch Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen) um 50 % vermindert wird. Patienten, die Blutgerinnungshemmer nehmen, leiden unter vermehrter Arteriosklerose, da diese die Wirkung von Vitamin K hemmen. Dazu zählt auch die Acetylsalicylsäure (ASS), wie auch andere Salicylate.


 

Krebsabwehr: In einer Forschungsstudie wird belegt, dass Vitamin K2 die Selbstzerstörung von weißen Blutkrebszellen (Leukämie) auslösen kann. Eine im 'Journal of the American Medical Association' Veröffentlichung wird belegt, dass Patienten mit einem erhöhten Leberkrebsrisiko, die kein Vitamin K2 erhielten um 47% häufiger an Leberkrebs erkrankten, wo hingegen die Kontrollgruppe mit Vitamin-K2-Gaben weniger als 10 % erkrankten. Auch im Fachblatt der 'American Journal of Clinical Nutrition' wird gezeigt, dass die Sterberate von Krebspatienten durch Vitamin K2-Einnahmen um 30% sinkt.


 

Diabetes: Forscher am 'University Medical Center Utrecht' hielten eine 10,3-Jahre andauernden Studie (veröffentlicht 2010), bezüglich des Erkrankungsrisikos an Typ-2-Diabetes, ab. Es wurden täglich 31µg Vitamin K2 verabreicht. Für jede Erhöhung der Vitamin-K2-Zufuhr um 10µg pro Tag wurde eine 7%ige Verringerung des Risikos festgestellt.


 


 

Während Vitamin K1 vor allem in grünem Blattgemüse zu finden ist, kommt Vitamin K2 vor allem in tierischen Nahrungsmittel vor, die einen bakteriellen Reifeprozess durchmachten. Aber all diese Nahrungsmittel enthalten so wenig Vitamin K um eine ausreichende Wirkung zu entfalten. Die beste Quelle an natürlichem Vitamin K2 (MK-7) ist Natto, eine japanische Sojabohnenart, die fermentiert wird.

Künstliches Vitamin K2 (MK-4) ist nach 8 Stunden abgebaut und natürliches Vitamin K2 (MK-7) hat eine Halbwertszeit von 3 Tagen. Deshalb muss künstliches wesentlich höher dosiert werden. Da Vitamin K2 fettlöslich ist, ist eine Aufnahme von gesunden Fetten oder Ölen förderlich.

 

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