Informationen zur Osteoporose-Therapie:

 

Diese Abhandlung beschreibt nur in Grundzügen die wichtigsten Zusammenhänge zwischen Mineralien, Vitaminen und Arzneistoffen bei der Osteoporose-Erkrankung.

 

A) Bisphosphonate:

In vielen Fällen werden von der Schulmedizin zur Behandlung der Osteoporose (Knochenschwund) Medikamente aus der Gruppe der Bisphosphonate (z.B. Alendronsäure) verabreicht, die die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) hemmen.

So soll der Knochenabbau verhindert werden.

Nun ist es im menschlichen Körper so, dass zur Regeneration generell alte Zellen abgebaut und neue dafür aufgebaut werden. Das ist ein ewiger Kreislauf und dient der Verjüngung des Knochens.

Hemmt man nun den Abbau von alten Zellen, dann überaltert der Knochen regelrecht und kann früher oder später brechen.

Es tritt dann der Fall ein, den man eigentlich verhindern wollte. Man spricht dann von sogenannten Ermüdungsbrüchen.

Diese Erkenntnis wurde erstmals im Jahre 2007 von Prof. Per Aspenberg beschrieben, woraufhin, dann eine nationale Studie an 12700 Menschen durchgeführt wurde, die das Ergebnis bestätigte.

Glücklicherweise setzt die Knochenregeneration nach Absetzen dieser Medikamente wieder ein.

Daraus ergibt sich, dass eine langfristigen Einnahme wohl überdacht werden sollte.

 

B) Vitamine und Mineralien:

a) Kalzium

Bei einer Osteoporoseerkrankung entkalkt der Knochen und es befindet sich mehr Kalzium im Blut als es der Normalwert vorsieht. Wenn man jetzt noch mit Kalzium substituiert, vergrößert sich der Kalziumspiegel noch mehr, was im schlimmsten Falle zur Arterienverkalkung und Nierensteinen führen kann.

Was passiert: Der Körper weiß nicht wohin mit seinem Kalzium, weil der Wegweiser dazu fehlt.

b) Vitamin K2

Nach neueren Studien stellte man fest, dass dieser Wegweiser das Vitamin K2 (Menachinon) ist. Dieses Vitamin entfernt das überschüssige Kalzium aus dem Blut und lagert es wieder in den Knochen ein. Auch werden dadurch die Arterien und die Nieren wieder von ihrer Kalkbelastung befreit.

Die 'Rotterdam-Herz-Studie' belegt, dass durch Vitamin-K2-Einnahme das Herzinfarktrisiko (durch Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen) um 50 % vermindert wird.

c) Magnesium

Magnesium bremst unter anderem die Sekretion und Aktivität des Parathormons (Nebenschilddrüsenhormon). Dieses Hormon löst das Kalzium aus den Knochen.

Eine Magnesiumzufuhr wirkt sich deshalb äußerst positiv auf die Knochengesundung und -neubildung aus. Außerdem ist es an der Aktivierung von Vitamin D beteiligt.

Je weniger Magnesium im Blut vorhanden ist, desto weniger wird das Vitamin D aktiviert und umso weniger wird Kalzium aus dem Darm resorbiert. Deshalb kann es auch bei reichlicher Zufuhr von Kalzium zu einem Mangel kommen, wenn zu wenig Magnesium vorhanden ist.

d) Vitamin D3

Vitamin D3 ist dazu da, dass Kalzium aus dem Darm aufgenommen werden kann.

Dieses Vitamin D3 hat darüber hinaus noch sehr viele andere Eigenschaften, auf die hier nicht eingegangen wird. In einem komplizierten Prozess wird Vitamin D3 mit Hilfe des Sonnenlichts im Körper auch selbst produziert.

In Studien wurde nachgewiesen, dass viele Europäer an einem Vitamin D3-Mangel leiden.

 

Fazit:

Zu einer vernünftigen Osteoporosebehandlung gehören unter anderem Kalzium, Vitamin D3, Vitamin K2 und Magnesium.

 

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